Quinson · 04
Musée de Préhistoire des Gorges du Verdon
Eines der größten Vorgeschichtsmuseen Europas, entworfen vom Architekten Norman Foster, im Herzen der Basses Gorges du Verdon.
- Museum des Départements Alpes-de-Haute-Provence, 2001 für die Öffentlichkeit eröffnet und mit dem Label „Musée de France“ ausgezeichnet.
- Gebäude des britischen Architekten Norman Foster (Foster + Partners), der 1992 gemeinsam mit dem Museumsgestalter Bruno Chiambretto einen Architekturwettbewerb gewann: eine längliche, rund 120 m lange Form, die sich an den Hügel schmiegt, auf mehr als 4.000 m².
- Es gilt als eines der größten Vorgeschichtsmuseen Europas.
- Es zeichnet eine Million Jahre Menschheitsgeschichte in der Provence nach — von den ersten Menschen bis zur römischen Eroberung — anhand der Ausgrabungen von rund sechzig Fundstellen am Verdon.
- Der Besuch setzt sich an zwei Außenstandorten fort: der Grotte de la Baume Bonne (rund 400.000 Jahre Besiedlungsgeschichte) und einem im Freien rekonstruierten prähistorischen Dorf.
Was du hier siehst
- Eine Dauerausstellung über „die Vorgeschichte in der Provence“, von den Anfängen des Menschen bis zur römischen Eroberung, in chronologischer Abfolge: eine Zeitreise über eine Million Jahre.
- Am Eingang lebensgroße Nachbildungen der prähistorischen Tierwelt: Mammut, Wollnashorn, Ren, Riesenhirsch (Megaloceros) und Säbelzahntiger.
- Lebensszenen (Dioramen) mit Homo erectus und dem Neandertaler, die Nachbildung der Grotte des Soleils im Inneren des Museums sowie Objekte aus den rund sechzig ausgegrabenen Fundstellen.
- Sammlungen, die das Paläolithikum, das Neolithikum und die Bronzezeit umfassen; ein Audioguide ist in mehreren Sprachen erhältlich.
Die Grotte de la Baume Bonne
- Eine bedeutende archäologische Stätte am Ufer des Verdon, seit rund 400.000 Jahren vom Menschen besiedelt — eine der ältesten prähistorischen Fundstätten Europas, seit 1992 als Monument Historique eingestuft.
- Nacheinander besiedelt von Homo erectus (zahlreiche Faustkeile), den Neandertalern (Levallois-Technik) und schließlich Homo sapiens; die ältesten Feuerspuren reichen dort rund 350.000 Jahre zurück.
- Ausgegraben von den Brüdern Bottet (1946-1956), anschließend unter der Leitung des Prähistorikers Henry de Lumley bis 1968, und schließlich von Claire Gaillard und Jean Gagnepain ab 1988.
- Ein Typ eines prähistorischen Werkzeugs, die „pointe de Quinson“ (Quinson-Spitze), wurde nach dieser Fundstätte benannt.
- Die Grotte lässt sich nur im Rahmen einer Führung mit einem Museumsvermittler besichtigen, in etwa einer Stunde Fußweg am Verdon entlang.
Das prähistorische Dorf
- Ein im Freien rekonstruiertes Dorf mit fünf Behausungen aus unterschiedlichen Epochen und einem Dolmen.
- Die Behausungen wurden nach Referenzfundstätten der Vorgeschichte rekonstruiert: Steinkreise vom Olduvai-Typ, von Terra Amata inspirierte Hütten, Zelte des Jungpaläolithikums, neolithische Bauten.
- Es werden Workshops und Vorführungen angeboten: ein Feuer ohne Streichhölzer entfachen, Bogenschießen, Speerwurf mit der Speerschleuder.
Warum Quinson
- Quinson liegt in den Basses Gorges du Verdon, zwischen dem Lac de Sainte-Croix flussaufwärts und dem Lac d'Esparron, in der Nähe des Lac de Quinson.
- Flussaufwärts öffnen sich die Gorges de Baudinard, in denen sich die Grotte de la Baume Bonne befindet.
- Die Fundstätte Baume Bonne bot den Gruppen des Paläolithikums ideale Bedingungen: Südausrichtung, Nähe zu Wasser und Rohstoffen, freier Blick auf die Ebene zur Jagd.
- Rund sechzig ausgegrabene prähistorische Fundstätten rund um den Verdon rechtfertigen die Ansiedlung des Museums an diesem Ort.
Das Museum liegt an der route de Montmeyan in Quinson (04500), am Eingang der Basses Gorges du Verdon. Du erreichst es mit dem Auto von Moustiers-Sainte-Marie, Riez und Gréoux-les-Bains sowie von den Seen Lac de Sainte-Croix und Lac d'Esparron aus. Die Grotte de la Baume Bonne erreichst du vom Museum aus nur zu Fuß, im Rahmen einer Führung (rund eine Stunde Fußweg).
Offizielle Website des Museums (Öffnungszeiten & Preise) ↗Häufig gestellte Fragen
Wer hat das Gebäude entworfen?
Der britische Architekt Norman Foster (Foster + Partners), der 1992 einen Architekturwettbewerb gewann, zusammen mit dem Museumsgestalter Bruno Chiambretto; das Museum eröffnete 2001.
Kannst du die Grotte de la Baume Bonne besichtigen?
Ja, aber nur im Rahmen einer Führung mit einem Museumsvermittler. Du erreichst sie zu Fuß, nach etwa einer Stunde Fußweg vom Museum, am Verdon entlang.
Welchen Zeitraum deckt das Museum ab?
Rund eine Million Jahre, von den ersten Menschen in der Provence bis zur römischen Eroberung — daher sein Beiname „Mille millénaires“ (tausend Jahrtausende).
Ist das Museum das ganze Jahr über geöffnet?
Es ist einen Großteil des Jahres geöffnet. Da die Öffnungszeiten und Preise je nach Saison variieren, lohnt es sich, sie vor deinem Besuch auf der offiziellen Website museeprehistoire.com zu prüfen.
Selbst nachprüfen
Die Quellen, auf die sich diese Seite stützt, einen Klick entfernt. Uns ist lieber, du kannst uns widersprechen, als dass du uns aufs Wort glauben musst.
- Musée de Préhistoire des Gorges du Verdon — site officielmuseeprehistoire.com
- Wikipédia — Musée de Préhistoire des gorges du Verdonfr.wikipedia.org
- Wikipédia — Grotte de la Baume-Bonnefr.wikipedia.org
- Hominidés — Musée de préhistoire de Quinsonhominides.com
- Alpes de Haute-Provence Tourisme — fiche du muséetourisme-alpes-haute-provence.com
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